Der Bahnhof von Singen (Hohentwiel) – eine Augenweide!

Die Kritik an der Qualität des deutschen Eisenbahnsystems ist leider viel zu häufig berechtigt. Aber es gibt auch Lichtblicke wie etwa der Verkehrsknotenpunkt Singen (Hohentwiel).

Die Wartezeit beim Umsteigen von der Regionalbahn auf den IC nach Stuttgart bot Gelegenheit für einen kurzen Rundgang durch den Bahnhof Singen (Hohentwiel) und das Vorgelände. Staunen war angesagt. Der früher in die Jahre gekommene und vernachlässigte Bahnhof war nicht mehr zu erkennen. Der einst öde Vorplatz mit den zahlreichen Haltekanten für die Stadt- und Regionalbusse wich einem grosszügigen und kundenfreundlichen Bushof.

Dazu ein paar flüchtige Bilder und abschliessend ein kurzer Kommentar.

Der erste Eindruck von der zentralen Unterführung.
Ende der Unterführung mit den seitlichen Aufgängen auf den Hausperron.
Eingang in die Bahnhofhalle vom Hausperron.
Blick vom Haupteingang des Bahnhofs auf den Bushof.
Blick vom Bushof auf das Bahnhofgebäude.
Blick vom Bushof auf den Haupteingang des Bahnhofs. Ein schlichtes Schutzdach zwischen dem Bahnhof und dem Bushof wäre das berühmte „Pünktchen auf dem I“-
Blick auf die Vorfahrt zwischen Bahnhof und Busbahnhof.
Blick auf den Bushof.
Bushof mit dem Kreisel.
Blick auf den geschützten Abgang in die hintere Unterführung mit dem Lift für Kinderwagen und für körperlich behinderte Fahrgäste.

Vergleicht man die Verhältnisse beim Bahnhof Singen (Hohentwiel) beispielsweise mit den Gegebenheiten in Basel, Brugg, Bülach, Sargans, Wollishofen oder Winterthur, so wird man stutzig. Vor allem in Winterthur ist der Wechsel von der Bahn zu einem der Busse auf dem Vorplatz für einen nicht mit den örtlichen Verhältnissen vertrauten Fahrgast lebensgefährlich. Und in Sargans hat es ausser einem verwahrlosten Unterstand bei den Haltestellen der Busse keine Schutzdächer. Den dafür zuständigen Mitglieder des Gemeinderates sei eine Besichtigung des Bushofs von Schaan empfohlen.

Und abschliessend: Die Fahrkarte für die verhältnismässig kurze Reise zwischen Schaffhausen und Singen (Hohentwiel) kostet für Fernverkehrszüge CHF 18.-. Die Förderung des grenzüberschreitenden Reiseverkehrs sieht anders aus. In Regionalzügen kostet die gleiche Fahrt noch CHF 5.60. Dafür ist die Fahrt mit den schnellen IRE der Deutschen Bahn im Baden-Württemberg-Ticket enthalten – aber nicht in den übrigen Zugskategorien.

2 Gedanken zu „Der Bahnhof von Singen (Hohentwiel) – eine Augenweide!

  1. Hallo Ernst

    der Bahnhof sieht wirklich toll aus. Gerne darf die DB wegen vielen Verspätungen kritisiert werden, aber die Verursacher davon sind die Politiker in Berlin, welche die Bahn bewusst Jahrelang unterfinanziert habe, dass darf nicht vergessen werden.

    Gruass Daniel

  2. Ich schließe mich Daniel Blum in diesen von ihm erwähnten Punkten an. Zum Bahnhof: Als ich das letzte mal da war, waren die Unterführungen noch nicht so bunt. Der Bhf.-Vorplatz ist in der Tat großflächig, aber etwas kahl. Gegenüber den Gleisen ist eine größere Firma, die ich jetzt nicht nennen will, um unbeabsichtigte Werbung zu vermeiden. Sie gehört einem berüchtigten Lebensmittel-Konzern aus Vevey an. In meinem Buch über die badische Hochrheinstrecke habe ich bei Fotos von Zügen im Bahnhof den sichtbaren Namen der Firma wegretouchiert.
    Rudolf Schulter

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